Unsere Vorgeschichte ist für sehr viele ein interessantes Thema, mit dem sich jeder gern etwas ausführlicher beschäftigt. Für viele ist bei diesem Thema der nördlich der englischen Stadt Salesbury gelegene Steinkreis von Stonehenge der eindrucksvollste Beweis für diesen Teil unserer Geschichte. Nur wenige wissen, dass es auch in Deutschland viele sehenswerte Überbleibsel aus jenen früheren Jahren gibt.
Eines der bekanntesten dürfte die Himmelsscheibe von Nebra sein. An der Fundstelle dieser Himmelsscheibe kann sich jeder in einem Besucherzentrum über Geschichte und Bedeutung dieser Scheibe informieren. Das Besucherzentrum befindet sich auf einer Anhöhe des Mittelberges. Besucherinnen und Besucher mit Rollstuhl können sich an der Schranke am Weg auf den Mittelberg melden und dürfen dann mit dem Auto direkt bis zum Besucherzentrum vorfahren. Dort stehen Behindertenparkplätze zur Verfügung. Das Besucherzentrum ist weitgehend barrierefrei gestaltet. Mittels Lift sind die drei Ebenen der Ausstellung gut zu erreichen. Die eigentliche Fundstelle liegt etwa drei Kilometer von diesem Ausstellungszentrum entfernt. Dort hin ist mit einem kleinen Shuttlebus zu fahren, der auch Besucher mit Rollstuhl befördern kann. An der Fundstelle gibt es einen Aussichtsturm. Dieser ist jedoch nur über Treppen zu besteigen.
Wer die Himmelsscheibe im Original sehen möchte, muss dazu einen Abstecher in das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale machen.
Dazwischen liegt aber ein weiterer interessanter Ort. Mit dem Auto sind es vom Besucherzentrum der Himmelsscheibe Nebra lediglich 40 Minuten Fahrt, um nach Goseck zu kommen. Hier gibt es das mit 7000 Jahren wahrscheinlich ältestes Sonnenobservatorium der Welt zu sehen. Es hat einen Durchmesser von 75 Metern, wurde bei Luftaufnahmen entdeckt und anschließend originalgetreue rekonstruiert. Wer mit dem Auto anreist, wird am Ortseingang von Markröhlitz kommend einen Parkplatz finden. Von dem aus führt der 500 Meter lange Weg direkt zur Anlage des Observatoriums. Der Weg ist für ein Befahren mit einem Fahrzeug gesperrt. Rollstuhlfahrer können dennoch unmittelbar vor die Anlage fahren. Der Weg dorthin führt weiter in den Ort Goseck. Dabei ist am der nächsten Kreuzung rechts abzubiegen und anschließend erneut rechts in den Pflaumenweg zu fahren. Dieser führt unmittelbar zu dem Parkplatz, der für Besucher mit Rollstuhl vorgesehen ist. Weitere Informationen dazu sowie zum Informationszentrum im Schloss Goseck sind auf dieser Internetseite nachzulesen.
Wer sich mit dieser Himmelsscheibe beschäftigt, wird erfahren, dass die Sternenkarte aus der Bronzezeit auf einen Standort südlich der Stadt Magdeburg hinweist. Somit bietet es sich an, bei einem solchen Besuch ebenfalls dem Ringheiligtum Pömmelte einen Besuch abzustatten. Es befindet sich südlich von Magdeburg in der Nähe der Stadt Schönebeck / Elbe zwischen den Kleinstädten Gommern und Calbe / Saale. Diese rekonstruierte prähistorische Kreisanlage war offenbar mindestens 300 Jahre lang als Kultstätte und eventuell als Machtzentrum der Elite der Bronzezeit. Sie besteht aus sieben ineinander liegenden Ringen: kreisförmig errichtete Holzpalisaden, Erdwälle und Gräben. Durchbrochen werden diese von Toren, durch die an den uralten Jahresfesten die Sonne schien.
